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12 · Glossar

Begriff Erklärung
BFF Backend-for-Frontend – ein Backend-Dienst, der speziell auf die Bedürfnisse eines bestimmten Frontends zugeschnitten ist und interne Dienst-Aufrufe bündelt. In der ODI übernimmt das Staging-Backend diese Rolle für odi-schema-staging-frontend.
CKAN Comprehensive Knowledge Archive Network – eine Open-Source-Plattform zur Verwaltung und Veröffentlichung von Open-Data-Datensätzen, entwickelt von der Open Knowledge Foundation. In der ODI als Datenkatalog eingesetzt.
DCAT-AP Data Catalog Vocabulary Application Profile – ein europäischer Metadatenstandard für Datenkataloge, der auf dem W3C-Standard DCAT basiert. Alle Datensätze der ODI tragen DCAT-AP-konforme Metadaten (Lizenz, Publisher, Kategorie, Raumbezug).
DNG Datennutzungsgesetz Schleswig-Holstein – das Landesgesetz, das öffentliche Stellen verpflichtet, Verwaltungsdaten als Open Data bereitzustellen. Auslöser und rechtlicher Rahmen für die ODI.
FluxCD Open-Source-GitOps-Operator für Kubernetes. Flux überwacht Git-Repositories und Container-Registries und gleicht den Cluster-Zustand kontinuierlich mit dem deklarierten Sollzustand ab.
Frictionless Frictionless Data – ein offener Standard und eine Bibliothek für die Beschreibung und Validierung tabellarischer Daten. Ein Frictionless Table Schema definiert Spalten, Datentypen und Regeln für eine CSV-Datei.
FROST-Server Framework for REST-based OGC SensorThings – eine Open-Source-Implementierung der OGC SensorThings API. In der ODI im odi-dynamic-data-Stack für IoT-Sensordaten eingesetzt.
GeoJSON Ein offenes Format zur Kodierung geografischer Datenstrukturen (Punkte, Linien, Polygone) als JSON. In der ODI als Geodaten-Repräsentation und Eingabeformat für GeoServer verwendet.
GeoServer Open-Source-Server für Geodaten; implementiert OGC-Standards WFS und WMS. In der ODI im Geo-Stack (odi-udp) für die Bereitstellung von Geodaten als Dienste eingesetzt.
GitOps Betriebsmodell, bei dem der gesamte Systemzustand (Cluster-Konfiguration, Deployment-Manifeste) in einem Git-Repository verwaltet wird und automatisch angewendet wird. Ermöglicht Nachvollziehbarkeit und reproduzierbare Deployments.
hexagonale Architektur Architekturmuster (auch Ports-and-Adapters), bei dem die Fachlogik eines Dienstes von technischen Details (HTTP, Datenbankzugriff, externe APIs) durch Interfaces (Ports) und austauschbare Implementierungen (Adapter) getrennt ist.
JWT JSON Web Token – ein kompaktes, selbstbeschreibendes Token-Format für die Übermittlung von Berechtigungs-Claims. In der ODI stellt Keycloak JWTs aus; alle Dienste prüfen die Signatur und lesen die Claims lokal.
Keycloak Open-Source-Identity- und Access-Management-Lösung (IAM). In der ODI als OAuth-2.0/OIDC-Provider eingesetzt; Realm open-data-infrastruktur; per Federated Identity an den Dataport Identity Provider angebunden.
Masterportal Open-Source-Webmapping-Framework der Geowerkstatt Hamburg; ermöglicht die Anzeige von Geodaten (WFS/WMS) als interaktive Karte. In der ODI im Geo-Stack eingesetzt.
MQTT Message Queuing Telemetry Transport – ein leichtgewichtiges Publish/Subscribe-Protokoll für IoT-Geräte. In der ODI als Eingangsprotokoll für Sensordaten im Dynamic-Data-Stack verwendet.
Namespace In Kubernetes: ein logischer Bereich zur Isolierung von Ressourcen innerhalb eines Clusters. In der ODI entspricht jeder Stack einem eigenen Namespace (z. B. odi-staging, odi-udp, odi-triple-*).
ODI Open Data Infrastruktur Schleswig-Holstein – die Plattform, die dieses Dokument beschreibt. Entwickelt von Dataport AöR im Auftrag des Landes Schleswig-Holstein.
ODW Open Data Web – das neue, im Aufbau befindliche Frontend-Portal der ODI für Datennutzer. Gebaut als Microfrontend-Architektur (Vue 3, Module Federation) mit mehreren NestJS-Backends.
Parquet Spaltenorientiertes Open-Source-Dateiformat, das auf effiziente analytische Abfragen (z. B. mit Apache Spark oder DuckDB) ausgelegt ist. In der ODI als Pflicht-Repräsentation jedes tabellarischen Datensatzes erzeugt.
Piveau Open-Source-Datenmanagement-Plattform als Alternative zu CKAN; ebenfalls DCAT-AP-konform. In der ODI als alternative Katalog-Technologie hinter dem CKAN-Service vorgesehen.
RDF Resource Description Framework – ein W3C-Standard für die Darstellung von Information als Tripel (Subjekt, Prädikat, Objekt). Basis für Linked Open Data und SPARQL. Jeder Datensatz der ODI wird auch als RDF repräsentiert.
Schema-Repository Dienst der ODI (odi-schema-backend), der Frictionless Table Schemas versioniert verwaltet. Schemas beschreiben die Struktur von Datensätzen und sind Voraussetzung für den Upload.
SensorThings API OGC-Standard für den Zugriff auf IoT-Sensordaten über REST. FROST-Server implementiert diesen Standard in der ODI.
SPARQL SPARQL Protocol and RDF Query Language – eine W3C-Abfragesprache für RDF-Datensätze. In der ODI über den Apache-Jena-Fuseki-Endpunkt zugänglich.
Staging Im Kontext der ODI: der erste Verarbeitungsschritt nach dem Eingang von Daten – Validierung, Kataloganlage, Repräsentationserzeugung, Veröffentlichung. Das odi-staging-backend ist der Orchestrierungsdienst für diesen Prozess.
TDR Tabular Data Resource (Frictionless) – eine formale, maschinenlesbare Beschreibung einer Datentabelle inkl. Schema, Trennzeichen und Zeichensatz. Wird als Pflicht-Distribution zu jedem CSV-Datensatz erzeugt.
Triple Store Datenbank für RDF-Tripel. In der ODI wird Apache Jena Fuseki als Triple Store eingesetzt (Namespace odi-triple-*); er macht RDF-Daten über einen SPARQL-Endpunkt abfragbar.
WFS Web Feature Service – OGC-Standard für den Zugriff auf Vektorgeodata (Punkte, Linien, Polygone) über HTTP. In der ODI über GeoServer bereitgestellt.
WMS Web Map Service – OGC-Standard für vorgerenderte Karten-Kacheln. In der ODI über GeoServer bereitgestellt und im Masterportal angezeigt.